Presse

Kölner Stadt- Anzeiger, Freitag, 22.Oktober 2010
Viel Stoff zum Fantasieren
PERFORMMANCE Aktion des Künstlers Kaikaoss im Kulturbunker Mülheim
Von Jürgen Kisters
Allein die Tatsache, dass der Künstler Kaikaoss aus Afghanistan kommt, ist für das hiesige
Publikum bereits interessant. Und wenn Kaikaoss während seiner Ausstellungseröffnung am
26.10.2010 im Kulturbunker Mülheim eine Frau in einer Burka in einer Performance auftreten
lässt, wird es noch interessanter. Nicht nur, weil der Künstler dadurch seine Ausstellung um die
Dimension der Aktionskunst bereichert.
Kölner Stadt- Anzeiger, Freitag, 22.Okto
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Hamburger Abendblatt. In den Bildern schaffe ich Sommer im Winter
Maler Kaikaoss stellt in Bremervörde aus. Eröffnung
am Sonntag
KERSTIN LORENZ
BREMERVÖRDE :: Die Stationen seiner Ausstellungen lesen sich wie der Routenplan eines
Weltenbummlers: Minsk, Los Angeles, Paris, Arlon, Bremervörde, Wien, Tokio. Der afghanische
Maler Kaikaoss Kamal Ali zeigt nun Werke seiner „Gemalten Bilderwelten“ im Bremervörder
Bachmann- Museum....
Press Hamburger Abendblatt In den Bilder
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Westfälischer Anzeiger vom 03.11.2008. Kaikaoss' köstliche Kirschen
AUSSTELLUNG KunstRaumHamm zeigt Malerei des afghanisehen Künstlers
Von Carolin Kaesler
HAMM • Ein Meer aus Kirschen, köstlichen, rotglänzenden Kirschen - so realistisch gemalt, als
ob der Betrachter jederzeit darin eintauchen könnte. Genau so, wie die dargestellten Figuren, die
sich sinnlich in der Früchteansammlung räkeln. Die Situation scheint anfangs natürlich, doch bei
genauerem Hinsehen lässt sich erkennen, wie
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Reise in eine Parallelwelt

 

 

Reise in eine Parallelwelt

Kaikaoss Kamal stellt bis zum 11. Januar seine Bilder in der Galerie “haw” aus

Aventoft/kon – Die derzeitige Ausstellung mit Ölbildern des Künstlers Kaikaoss Kamal in der Galerie “haw” im Buchdorf Aventoft sollte kein Kunstfreund versäumen, denn sie ist sogar im Wortsinne fantastisch. Der Künstler zählt zu den Super-Realisten. Seine fast schon surreal anmutenden, mit erstaunlicher fotografischer Exaktheit ausgeführten Bilder strahlen eine unglaubliche Ruhe und Festigkeit aus. Der Künstler scheint sich in seinen Arbeiten einer Fantasiewelt zuzuwenden, in der er eine eigene visuelle Sprache entwickelt und ein heitllres Gefühl des Vollkommenen vermittelt. Er gibt dem Betrachter vordergründig keine Probleme auf, denn alles ist auf den ersten Blick erkennbar: Musikinstrumente, fallende Notenblätter, die als Unterlage für einen Frauenakt dienen, Spielzeuge, Masken und immer wieder Kirschen. Alles macht einzeln betrachtet Sinn.
Es stellt sich aber zwangsläufig die Frage, warum die Frau auf Notenblättern ruht und sich rote Kirschen Kiloweise über Bilder ergießen. “Der Künstler spielt auf eine raffinierte Art und Weise mit unseren Wahrnehmungen”, schreibt der Kunstkritiker Dr. Rainer Grimm, der die profunde Technik und bildnerische Intelligenz des 1965 geborenen Künstlers hervorhebt. Kaikaoss malt seit seiner Kindheit. Nach dem Abitur studierte er in Minsk in Russlcmd sechs Jahre Malerei. Sein Studium schloss ermit der Mastergraduierung ab. Kaikaoss lebt und arbeitetin Köln. Der Künstler, der an mehreren Bildern gleichzeitig arbeitet, hat im europäischen Ausland und in den USA ausgestellt. Die Verbindung zur Aventofter Galerie wurde durch Jan Leseberg, Mitglied der deutsch-dänischen Künstlergruppe “haw” und Markus Leicher hergestellt. Markus Leicher, der viel mit Künstlern arbeitet, führte in das Werk des Malers ein. Beinahe jeder Bildbetrachter frage sich, was es auf sich habe mit den Kirschen, warum der Künstler keine Melonen malt. Der Grund sei simpel: Kirschen malen sich schneller als Melonen. Karten malt Kaikaoss laut eigener Aussage, weil Karten gemischt werden und aus Zufall Schicksal wird. Sein Argument: “Wer aufhört zu spielen, hat verloren.” Wie Markus Leicher ausführte, “täuscht der Künstler das Auge; seine Wirklichkeiten sind surreal und führen in eine Parallelwelt, die scheinbar Geheimnisse bergen.” Kaikaoss plane seine Bilder nicht. “Alles entsteht beim Malen, jedes Teilstück, jeder Schatten sitzt an der richtigen Stelle”, so Leicher. Die hintergründig gemalten Bilder des Künstlers sind noch bis zum 11. Januar in der Galerie “haw” in der Dorfstraße 13 im Buchdorf Aventoft während der Öffnungszeiten (dienstags bis sonntags von. 1I bis 19 Uhr) zu sehen.

Südtondern Nachrichten vom 17.12.2008

 

Kunstraum 27 in Köln/ Rodenkirchen zeigt Malerei von Kaikaoss

Rodenkirchen – Kölner Bilderbogen. Februar 2009

Von Engelbert Broich

 

Flüchtige Betrachtung birgt stets die Gefahr einer lückenhafter Interpretation. Gleichfalls kann sie den Genuss schmälern. Diese Hinweise erscheinen gerade bei Kaikaoss’ Gemälden angezeigt. Seine figürlichen,magisch realistischen Darstellungen verleiten zu einem raschen Urteil: sinnlich, farbenfroh, verspielt. Dabei können leicht die Bedeutung von Mittel- und Hintegrrund verkannt, die Fülle an Details und Verbindungen übersehen werden. Statt Eindeutigkeit wählt Kaikaoss nämlich häufig das Rätselhafte. Da tummelt sich ein Paar in einem Meer von Kirschen. Ihre Blößen sind vom rot-reifen Obst verdeckt, dessen Süße und lockende Farbe für weibliche Lippen und den Kuss schlechthin stehen, die Liebe und Erotik symbolisieren.
Gebürtig ist Kaikaoss in Kabul. Jahrgang 1965, machte er in Afghanistan auch seine ersten künstlerischen Schritte. Ein Studium in Minsk schuf die klassischen Grundlagen in Zeichnung und Malerei. Seit 1991 lebt und arbeitet Kaikaoss in Deutschland. 2004 zog er nach Köln. Ab Freitag, 27. Februar, 19 Uhr (Eröffnung), ist im Rodenkirchener KUNSTtRAUM 27 des Ehepaares Hillebrand eine kleine Auswahl seiner Olgemälde zu sehen. In diesen ergänzen sich häufig Passivität und Dynamik. Selbst dort, wo man zunächst Ruhe wahrnimmt, ist Bewegung im Bild: rollende, fallende Kirschen, schwebende Herzen, flatternde Notenblätter, taumelnde Masken, sich windende, prächtig blühende Pflanzen. So erscheinen Dinge und Verhältnisse verborgen, andere offen gelegt oder es werden Durchblicke geschaffen. Kaikaoss, der auch Portraitaufträge annimmt, operiert mit Farbabstufungen und unterschiedlichem Pinselstrich: malerisch-flächig hier, zeichnerisch-linear dort. Von ihrer Atmosphäre her bleiben seine Schöpfungen häufig unklar. Fast immer “erzählen” sie Geschichten. Wie das Stilleben, in dem eine gelbgrün “bekleidete” Frau in einer Ansammlung von Büchern, Kannen, Modellautos, Rädern selbst wie ein “still stehender” Gegenstand anmutet. Zu Kaikaoss’ Fertigkeiten zählt nicht weniger die Augentäuschung. Denn die prallen Kirschen entpuppen sich als nicht essbar, und die Landschaftszeichnung mit den echt wirkenden Knitterspuren als Gemälde im Bild. Alles bleibt Verlockung. Geöffnet ist die Ausstellung im KUNSTtRAUM 27 im bauhaus, Walther-Rathenau-Straße 27, bis 17. April: donnerstags und freitags von 14 bis 20 Uhr. Feiertags ist geschlossen.

Bilderwelten, die verzaubern

Künstler Kaikaoss zeigt Werke im Bachmann-Museum – Vernissage zieht zahlreiche Besucher an

VON DOMENICA RODE
BREMERVÖRDE. Bremervörde, Wien, Tokio – so lautet der Terminplan von Kaikaoss für seine Ausstellungen in den kommenden Wochen. „Kunst an der Oste“ im Kultur- und Heimatkreis ist es gelungen, einen hochkarätigen Künstler in die Ostestadt einzuladen. Zur Ausstellungseröffnung am Samstag im Bachmann-Museum kamen zahlreiche Kunstfreunde und interessierte Besucher, um in die „gemalten Bilder-Welten“ des Kaikaoss einzutauchen.

Corinna Cordes, die gemeinsam mit Hedi Dankowski und Christoph Wilhelm die Arbeitsgruppe „Kunst an der Oste“ im Kulturund Heimatkreis leitet, begrüßte die Gäste der Vernissage und bedankte sich bei allen Helfern. Reinhard Brünjes, stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Kuratoriums Bachmann-Museum, übermittelte die Grüße vom Landkreis zu dieser ganz besonderen Ausstellung. „Ich bin froh und stolz, dass wir unsere Räume zur Verfügung stellen können. Heute Bremervörde, demnächst Wien, dann Tokio, das ist ja schon eine größere Nummer“ meinte Reinhard Brünjes. „Gemalte Bilder-Welten“, so der Titel der Ausstellung, präsentiert eine Reihe der neueren Werke des afghanischen Künstlers. Kaikaoss wurde 1965 in Kabul in Afghanistan geboren. Dort erhielt er seine erste künstlerische Ausbildung. Das Kunststudium absolvierte er in Minsk in Weißrussland. Er beendete dieses Studium 1990 mit einem Diplom. Aufgrund der politischen Verhältnisse in Afghanistan tauchte er zunächst unter und strandete schließlich in Deutschland. Viele Jahre lebte und arbeitete Kaikaoss in Hannover. Neben Einzelausstellungen in deutschen Städten war er an einer Reihe internationalen Gemeinschaftsausstellungen beteiligt. In der Biografie von Kaikaoss, so der Künstler und Kunsthistoriker Dr. Rainer Grimm, der die Laudatio hielt, liege die „brillanteTechnik, mit der er seine Bilder malt“, begründet. Im Gegensatz zu den deutschen Kunsthochschulen in den 80er Jahren erhielten Kunststudenten in Russland noch eine klassische Ausbildung in den künstlerischen Techniken. Daraus resultiere die Präzision, mit der die Bilder gemalt worden seien. Viele Bilder ließen sich der so genannten „Trompe l’oeil“, der der „Augentäuscher-Malerei“ zuordnen, bei „der das Auge durch malerische Mittel so raffiniert getäuscht wird, das wir die gemalten Gegenstände direkt vor uns zu sehen meinen“. Der Maler selbst trete hinter dem Motiv zurück. Es entstehe eine Fiktion „zwischen Realität und Traum“. Eine solche Malerei sei bekannt von den „veristischen Surrealisten, wie etwa Salvador Dalí oder René Margritte“, erläuterte Rainer Grimm.

An den Bildern „Afghanistan/ Historia Perpetua“ und „Pygmalions Traum“ beschrieb der Laudator die Bandbreite des Künstlers Kaikaoss. „Er ist ein Zauberer, der uns etwas sehen lassen kann, was für andere nicht sichtbar wäre – er kann Welten entstehen lassen, die uns im wahrsten Sinne des Wortes be- und verzaubern können“.
In einigen neueren Arbeiten ist eine sehr politische Tendenz zu erkennen, in denen sich Kaikaoss von den streng religiösen, einengenden Vorschriften in seiner Heimat abgrenzt. Hierzu passt auch das abschließende Kunst- Event „Burka meets Art“. Eigens für die Ausstellung hat Kaikaoss farbenfrohe Burkas – Ganzkörperschleier – anfertigen lassen, die die Besucher anprobieren konnten, um die Realität einmal durch die einengende Sichtweise einer Burka wahrnehmen zu können. Musikalisch wurde die vernissage von Alex Kozmidi begleitet. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Oktober, dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr im Bremervörder Bachmann-Museum zu sehen.
www.kulturundheimat.de

Der Tipp des Tages

Realistisch- Surrealistisches von Kaikaoss

Auf den ersten Blick wirken die Bilder des Künstlers Kaikaoss völlig natürlich. Die Werke, die zurzeit in der Galerie Seifert am Bothfelder Anger 8 zu sehen sind, spielen erst auf den zweiten Blick mit Wahrnehmungserwartungen. Man sieht Instrumente, Spielzeuge, Frauen und Männer, die ganz realistisch wirken. Erst nach einer Weile sind Details zu erkennen, die „in Wirklichkeit“ gar nicht so sein können. Kaikaoss studierte Kunst im weißrussischen Minsk. Dort genoss er eine klassische Ausbildung in Zeichnung und Malerei. Seit 1991 lebt er als freischaffender Künstler in Deutschland. Kaikaoss’ Malerei wird stilistisch zwischen veristischem Surrealismus à la René Magritte und neueren Tendenzen einer realistischen Malerei eingeordnet.

Die Ausstellung ist bis zum 29. Mai mittwochs von 16 bis 20 Uhr, freitags von 17 bis 20 Uhr sowie sonntags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. nke / pr.

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